Erntemaschinen und Mähwerke gehören zu den am stärksten beanspruchten Maschinen in der Landwirtschaft. Sie laufen oft über viele Stunden unter hoher Last, sind Schmutz, Staub, Feuchtigkeit und Vibrationen ausgesetzt und müssen trotzdem zuverlässig funktionieren. Schon kleine metallische Fremdkörper oder verlorene Bauteile können zu Schäden, Stillstand oder kostspieligen Reparaturen führen.
Magnete bieten hier eine flexible und vielseitige Unterstützung. Sie helfen nicht nur bei Ordnung und Wartung, sondern können auch zur Sicherung von Werkzeugen, zur temporären Befestigung und zur Fremdkörperkontrolle eingesetzt werden – ohne feste Umbauten oder Eingriffe in die Maschine.
1. Besondere Anforderungen in Erntemaschinen & Mähwerken
1.1 Vibrationen, Stöße & Dauerbelastung
Mähwerke, Häcksler, Drescher und Pressen erzeugen:
- starke Vibrationen
- wechselnde Belastungen
- dauerhafte mechanische Bewegung
Magnete müssen daher:
- hohe Haftkräfte besitzen
- erschütterungsfest sitzen
- idealerweise in Stahlgehäusen oder gummiert ausgeführt sein
1.2 Staub, Pflanzenreste & Feuchtigkeit
Im Ernteeinsatz treffen Magnete auf:
- feinen Staub
- Feuchtigkeit durch Tau oder Regen
- Pflanzenreste und Erdpartikel
Geeignete Magnetlösungen sollten:
- korrosionsgeschützt sein
- leicht zu reinigen sein
- auch bei Verschmutzung zuverlässig haften
1.3 Sicherheit & Maschinenfunktion
Wichtig:
- Magnete dürfen keine beweglichen Teile blockieren
- keine Sensoren oder Steuerungen beeinflussen
- niemals sicherheitsrelevante Bauteile ersetzen
Magnete sind Hilfsmittel, keine tragenden Maschinenteile.
2. Magnete zur Ordnung an Erntemaschinen
2.1 Werkzeughalter direkt an der Maschine
Bei Wartung und kleineren Reparaturen müssen Werkzeuge schnell verfügbar sein:
- Schraubenschlüssel
- Zangen
- Messer
- Schmierwerkzeuge
Magnete ermöglichen:
- griffbereite Aufbewahrung
- flexible Positionierung
- kein Ablegen im Schmutz
Besonders an:
- Maschinenrahmen
- Schutzabdeckungen
- Stahlverkleidungen
2.2 Temporäre Ablagen bei Wartungsarbeiten
Während der Ernte ist Zeit kritisch. Magnete helfen:
- Schrauben und Muttern sicher abzulegen
- Kleinteile nicht zu verlieren
- Reparaturen direkt am Feld durchzuführen
So werden Stillstandszeiten reduziert.
3. Magnete in Mähwerken
3.1 Unterstützung bei Messerwechsel & Wartung
Beim Wechsel oder Reinigen von:
- Mähmessern
- Klingen
- Schutzblechen
können Magnete genutzt werden, um:
- Schrauben zwischenzulagern
- Werkzeuge sicher abzulegen
- Ordnung am Arbeitsplatz zu halten
Gerade bei Arbeiten auf unebenem Boden ein großer Vorteil.
3.2 Fixierung von Abdeckungen & Leitungen
Magnete eignen sich für:
- temporäre Fixierung von Schutzabdeckungen
- Führung von Kabeln oder Schläuchen
- provisorische Sicherung während Reparaturen
Dabei gilt:
Nur außerhalb beweglicher Zonen einsetzen.
4. Magnete zur Fremdkörperkontrolle
4.1 Metallische Fremdkörper erkennen & entfernen
Auf Feldern können liegen:
- Drahtreste
- Nägel
- Maschinenteile
- Metallabfälle
Starke Magnete helfen beim:
- Aufsammeln metallischer Fremdkörper
- Schutz von Mähwerken und Häckslern
- Reduzierung von Schäden an Schneidwerken
Besonders sinnvoll vor:
- dem ersten Schnitt
- nach Reparaturen
- auf neu gepachteten Flächen
4.2 Unterstützung bei Wartungsintervallen
Bei regelmäßigen Kontrollen können Magnete genutzt werden, um:
- Metallabrieb sichtbar zu machen
- lose Teile frühzeitig zu erkennen
- Verschleiß besser einzuschätzen
5. Magnete an Erntemaschinen außerhalb des Schneidwerks
5.1 Ordnung an Seitenkästen & Serviceklappen
Magnete helfen bei:
- Halterung von Werkzeugen
- Fixierung von Handschuhen
- Befestigung kleiner Zubehörteile
So bleibt alles griffbereit, ohne den Arbeitsablauf zu stören.
5.2 Temporäre Kennzeichnungen & Hinweise
Magnete eignen sich für:
- Wartungshinweise
- Kontrollmarkierungen
- temporäre Warnschilder
Besonders praktisch bei:
- mehreren Fahrern
- Schichtbetrieb
- Lohnunternehmen
6. Welche Magnettypen eignen sich für Erntemaschinen & Mähwerke?
6.1 Neodym-Magnete für hohe Haltekraft
Vorteile:
- extrem starke Haftung
- kompakte Bauform
- vielseitig einsetzbar
Geeignet für:
- Werkzeughalter
- Ordnungssysteme
- Fremdkörperaufnahme
6.2 Topfmagnete für den rauen Einsatz
Topfmagnete bieten:
- mechanischen Schutz
- höhere Belastbarkeit
- längere Lebensdauer
Ideal für:
- Außenbereiche
- stark beanspruchte Zonen
- Erntemaschinen mit Vibrationen
6.3 Gummierte Magnete für vibrationsreiche Bereiche
Gummierte Magnete:
- dämpfen Vibrationen
- schützen Lackflächen
- reduzieren Abrutschen
Perfekt für:
- Maschinenverkleidungen
- Servicebereiche
- empfindliche Oberflächen
7. Temperatur & Einsatzgrenzen beachten
- max. ca. 80 °C
In der Nähe von:
- Lagern
- Getrieben
- Motorbereichen
empfohlen:
- ausreichender Abstand
- temperaturstabile Magnettypen (H oder SH)
8. Pflege & Wartung von Magneten im Ernteeinsatz
Empfohlen:
- nach der Ernte reinigen
- Staub & Pflanzenreste entfernen
- trocken lagern
- regelmäßig auf Beschädigungen prüfen
So bleiben Haftkraft und Funktion langfristig erhalten.
9. Typische Einsatzbereiche im Überblick
Magnete in Erntemaschinen & Mähwerken werden genutzt für:
- Werkzeugorganisation
- Wartungsarbeiten
- Fremdkörperaufnahme
- temporäre Befestigungen
- Kennzeichnungen
Geeignet für:
- Mähwerke
- Feldhäcksler
- Erntemaschinen
- Pressen
- Lohnunternehmen
Fazit: Magnete als sinnvolle Ergänzung in der Erntetechnik
Magnete sind in Erntemaschinen und Mähwerken vielseitige Helfer, die Ordnung schaffen, Wartungsarbeiten erleichtern und Schäden durch Fremdkörper reduzieren können. Richtig ausgewählt und sicher eingesetzt, tragen sie dazu bei, Ausfallzeiten zu minimieren und den Erntealltag effizienter zu gestalten.



Neodym Hakenmagnete
Neodym Ösenmagnete
Kegelmagnete





